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Parents with kid wearing a cochlea implant

Globale Umfrage zu Hörverlust, Hörhilfen, Cochlea-Implantaten und Stigmatisierung


 

 

Wissen wir genug über Hörverlust, Hörhilfen und Cochlea-Implantate?

Obwohl Hörhilfen heute gesellschaftlich zunehmend akzeptiert werden, zeigt eine neue internationale Umfrage, dass das Wissen rund ums Hören noch immer begrenzt ist.

Eine aktuelle internationale Umfrage unter mehr als 10.000 Erwachsenen in zehn Ländern weltweit zeigt, dass der Kontakt zu anderen Menschen sowie die soziale Verbundenheit und Teilhabe als die wichtigsten Nutzen von gutem Hören angesehen werden.

Die Ergebnisse zeigen jedoch auch deutliche Wissenslücken zum Thema Schwerhörigkeit und zu den verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten – insbesondere im Hinblick auf Cochlea-Implantate.

42 % der weltweit Befragten gaben an, noch nie von Cochlea-Implantaten gehört zu haben. Das unterstreicht die Bedeutung von mehr Bewusstsein und Aufklärung über Hörlösungen über Hörgeräte hinaus.

Zwei Drittel der Teilnehmenden erklärten zudem, dass die Gesellschaft allgemein nicht genug über Hörverlust weiß. Damit besteht weiterhin ein deutlicher Informationsbedarf – sowohl zu den Ursachen und Folgen einer Schwerhörigkeit als auch zu modernen Versorgungsoptionen.

 

Akzeptanz in der Theorie – Stigmatisierung in der Praxis

Die Einstellung gegenüber Hörhilfen war insgesamt zumindest in der Theorie eindeutig positiv. Mehr als 85 % der Befragten gaben an, dass sie bei medizinischer Notwendigkeit eine Hörhilfe, etwa ein Hörgerät oder Cochlea-Implantat, nutzen würden.

Die Tatsache, dass nahezu 60 % der Befragten Hörgeräte und Hörimplantate mit einem Stigma verbinden, steht jedoch in einem deutlichen Spannungsverhältnis zu dieser grundsätzlich positiven Einstellung.

Gerade die Angst vor der Stigmatisierung hält Menschen oft davon ab, rechtzeitig etwas gegen ihre Schwerhörigkeit zu unternehmen und wieder leichter am sozialen und beruflichen Leben teilnehmen zu können.

Für die Versorgungspraxis bedeutet dies: Die grundsätzliche Bereitschaft zur Nutzung einer Hörhilfe ist vorhanden. Fehlendes Wissen und die Sorge vor sozialer Stigmatisierung können den Zugang zu einer angemessenen Versorgung jedoch verzögern.

 

Bedeutung für die Praxis

Für HNO-Fachkräfte und Hörakustiker*innen unterstreichen die Ergebnisse einmal mehr, wie wichtig eine verständliche, individuelle und frühzeitige Beratung und Aufklärung sind.

Sie helfen Betroffenen, Hörverlust und die verschiedenen technischen Lösungen besser zu verstehen, damit diese rechtzeitig fundierte Entscheidungen treffen können.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die verständliche Vermittlung von Informationen zu Hörgeräten und Cochlea-Implantaten, die realistische Einordnung von Behandlungsmöglichkeiten sowie die aktive Ansprache von Vorbehalten und Stigmatisierungsängsten.

 

Fazit: Aufklärung zu Hörverlust und Cochlea-Implantaten ist entscheidend

Die Umfrageergebnisse zeigen eine deutliche Diskrepanz: Menschen erkennen die Bedeutung des Hörens an, verfügen jedoch häufig noch nicht über ausreichendes Wissen zu Hörverlust, Cochlea-Implantaten, Hörgeräten und den heute verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten.

Gleichzeitig bleibt die Stigmatisierung eine Hürde, die Menschen davon abhalten kann, rechtzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Die direkte Antwort auf die Ausgangsfrage lautet daher: Nein, das gesellschaftliche Wissen über Hörverlust und Cochlea-Implantate ist noch nicht ausreichend.

Durch mehr Wissen und Aufklärung können mehr Menschen rechtzeitig versorgt werden und länger am sozialen sowie beruflichen Leben teilhaben.

 

 

Quelle

Marktforschung durchgeführt von Research Without Barriers im März 2026 unter 10.039 Befragten aus 10 Ländern (Argentinien, Österreich, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA).

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